„All inclusive“-Urlaub für Flüchtlinge? Landrat quartiert 72 Migranten für Millionenkosten in Hotel ein!

Das „Eulenspiegel“-Hotel im Zentrum Riesas darf sich freuen: Immerhin sei ihr Gasthof, verkündete die Hotelbetreiberin auf ihrer Website, inzwischen komplett ausgebucht. Bis zu 72 Flüchtlinge werden hier die kommenden zwölf Monate Unterkunft finden, entschied der Meißner Landrat Ralf Hänsel (CDU) jüngst in einer Nacht-und-Nebel-Aktion unter Umgehung des eigentlich entscheidungsberechtigten Meißner Kreistags. Die Kosten der Unterbringung: Mehr als eine Million Euro. Mit enthalten in den Kosten sind nicht nur wunderschöne Zimmer und freies WLAN, sondern ebenso kostenfreie Vollpension für sämtliche 72 Flüchtlinge an Speisen und Getränken, die im Hotel serviert werden. Die vom Steuerzahler entrichtete Pauschale allein für die Verpflegung – Zimmermiete ist hier noch nicht mit eingerechnet(!) - beträgt laut Landrat rund 25 Euro pro Tag und Flüchtling bzw. 700 Euro pro Flüchtling im Monat. Und dies, obwohl keine 500 Meter entfernt der nächste Supermarkt und die nächste Bäckerei offen sind. Im Hotel, so Landrat Hänsel, seien jedoch „keine Möglichkeiten zur Selbstversorgung vorhanden“. Ein kurzer Fußmarsch sei scheinbar nicht zumutbar. Zum Vergleich: Derzeit erhalten erwachsene Hartz-IV-Bezieher statistisch rund fünf Euro pro Tag für Lebensmittel; Kinder bis 14 Jahren etwa 3,50 Euro.

„Es kann nicht sein, dass Landrat Hänsel hinter dem Rücken des demokratisch gewählten Kreisrats solche immens teuren Geschäfte abwickelt“, mahnt Thomas Kirste, der dies heftig zur letzten Kreistagssitzung kritisierte. „Es ist auch unvorstellbar, dass es zu dieser sündhaft kostspieligen Unterkunft keine Alternative und kein Gegenangebot anderer Bewerber gegeben habe. Warum werden die etwa 45 Prozent abschiebepflichtigen Migranten des Landkreises Meißen nicht abgeschoben? Wo ist hier der Druck des Landrats auf die CDU-Landesregierung, die dieses Chaos zu verantworten hat? Setzt Recht endlich um und schiebt ab und kontrolliert die Grenzen!“, fordert der AfD-Kreis- und Landtagsabgeordnete Kirste nochmals. Ein entsprechender Antrag der AfD-Fraktion ist bereits eingereicht, um weiteren Druck aufzubauen und Transparenz in das Asylgeschehen unseres Landkreises Meißen zu bringen.

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